Asyl Biel und Region (ABR) - Herzlich willkommen
Der Asylbereich sieht
sich zur Zeit mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert:
Die Zahl der
Asylgesuche hat 2008 die 10'000er Marke um 6'000 überstiegen. Dies ist an
sich keine Besonderheit, da die Schweiz in Spitzenzeiten über 40'000 Gesuche
bearbeiten musste.
Der Bund konnte die
gestiegene Zahl der Asyl Suchenden jedoch nicht wie geplant an der
Landesgrenze unterbringen, so dass die Kantone in die Bresche springen
mussten. Diese hatten ihrerseits die Unterbringungs- und Betreuungsstrukturen
für Asyl Suchende in den vergangenen Jahren deutlich heruntergefahren und
standen so vor einer schwierigen Situation.
Der Kanton Bern musste
zusammen mit den Zentren führenden Organisationen innert weniger Wochen neue
Unterbringungsmöglichkeiten und neues Personal rekrutieren. Vielerorts im
Kanton wurden notfallmässig Zivilschutzanlagen bereit gestellt. In Biel
beispielsweise wurden zwei Zivilschutzanlagen zu je rund 100 Personen in
Betrieb genommen, eine weitere in
Uetendorf.
Eine andere
Herausforderung stellt die Umsetzung des neuen Ausländergesetzes (AuG) und
des revidierten Asylgesetzes (AsylG) dar. Die Kantone stehen vor der Aufgabe,
den Sozialhilfestopp für abgewiesene Asyl Suchende nach der Volksabstimmung
im September 2006 umzusetzen. ABR nahm im Verlauf des Jahres 2008 sein erstes
reines Sachabgabezentrum auf dem Brünig in Betrieb. Die Klientinnen und
Klienten erhalten in diesen Zentren lediglich Verpflegung in Form von
Naturalien und medizinischer Notversorgung.
Das neue
Ausländergesetz und die Integrationsverordnung (VIntA) bilden zudem die
Grundlage für das explizite Mandat der Integration von Vorläufig
Aufgenommenen. Leider stehen in diesem
Bereich
-unserer Meinung nach- zu wenig Gelder zur
Verfügung.
Das Ziel von ABR ist,
in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden und mit der Partnerorganisation
"Heilsarmee Flüchtlingshilfe" den Veränderungen und Herausforderungen gerecht
zu werden.
Philipp
Rentsch
Geschäftsleiter
ABR

